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VOM ANFANGEN. Mahler bekommt nicht mehr Zeit als das Neue

von Florian Jäger

VOM ANFANGEN. Mahler bekommt nicht mehr Zeit als das Neue

Applaus im Großen Saal des Konzerthauses Berlin, unter den Kronleuchtern und vor dem Orgelprospekt

Auf dem Podium im Großen Saal des Konzerthauses Berlin stehen zwischen Notenpulten, Pauken und Kontrabässen auch Mikrofone und Monitorboxen, darüber hängen die Kronleuchter vor dem Orgelprospekt. Das Eröffnungskonzert des Festivals VOM ANFANGEN stellte Mahler und neue Musik nebeneinander, statt das eine ins andere zu übersetzen, und ließ eine Uraufführung ungefähr so lange dauern wie die Sinfonie.

Auf dem Programm stand Mahlers 4. Sinfonie, dazu zwei Stücke von Cymin Samawatie: „Vom Anfangen“ als Uraufführung und „Amphiphilie“, geschrieben mit Ketan Bhatti. Es spielten das Konzerthausorchester Berlin, das Trickster Orchestra und The Present. Das Trickster Orchestra bringt Instrumente und Spielweisen mit, die im Sinfonieorchester nicht vorgesehen sind. In den neuen Stücken spielten die Ensembles zusammen.

Beim Applaus sieht man es. Links und in der Mitte stehen Musiker in Schwarz, rechts eine Gruppe in farbiger Kleidung, am Bühnenrand Lautsprecher. Zwei Kleiderordnungen auf einem Podium, und keine hat die andere übernommen.

Mahler stand an diesem Abend neben einer Uraufführung, die ungefähr gleich lang dauerte. Darin liegt die eigentliche Aussage des Programms, denn das Neue musste sich nicht mit den Resten des Abends begnügen.

Das Eröffnungskonzert des Festivals VOM ANFANGEN fand im Großen Saal des Konzerthauses Berlin statt.