Reviews

Notizen aus Ausstellungen, Museen und Konzerten

Vladimir Sorokin. Aus Hilfe wird Rettung

Vladimir Sorokin, „Morgen nach dem Schneesturm Nr. 2“, 2026, neben Blättern der Reihe „Puschkin, hilf mir!“ in der Taiga Gallery. Foto: Florian Jäger, 13. September 2026

Veröffentlicht am 13. September 2026

Vladimir Sorokin. Aus Hilfe wird Rettung

In der Taiga Gallery erzählen Sorokins große Leinwände den „Schneesturm“, die kleinen Blätter rufen Puschkin an. Zwei Reihen, gleiches Format, gleiche Technik, und auf manchen Blättern ist aus „hilf mir“ nachträglich „rette uns“ geworden.

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TRACE METALS. Acht Namen, eine Stimme

„TRACE METALS“ in der galerie burster: Blick durch den Wanddurchgang, vorn der Betonblock. Foto: Florian Jäger, 13. September 2026

Veröffentlicht am 13. September 2026

TRACE METALS. Acht Namen, eine Stimme

Lochblech, Beton, Metallfolie, glasierte Keramik: In der galerie burster zeigen acht Beteiligte Oberflächen, die sich von Stadtfassaden gelöst haben könnten. Stark im Material, doch Palette und Verfahren sind so einheitlich, dass aus acht Namen im Raum kaum acht Stimmen werden.

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Izabella Gustowska. Ein Esstisch wird zur Leinwand

Izabella Gustowska, „Home’s Shadows“, im KVOST: Videoprojektion auf einem ovalen Tisch, dahinter ein Leuchtkasten. Foto: Florian Jäger, 13. September 2026

Veröffentlicht am 13. September 2026

Izabella Gustowska. Ein Esstisch wird zur Leinwand

Im KVOST projiziert Izabella Gustowska Archivbilder auf einen antiken Ovaltisch und zieht Kinderfotos vom Strand auf spitze Ovale. Die neuen Arbeiten von 2026 sind dicht und genau, die frühen, die der Saalzettel ebenfalls nennt, treten hinter ihnen zurück.

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Martin Margiela und Alan Charlton. Kreise unter Hochspannung

Ausstellungsansicht: runde einfarbige Tafeln in der zweigeschossigen Halle der Konrad Fischer Galerie, oben hinter dem Galeriegeländer eine geteilte Scheibe. Foto: Florian Jäger, 13. September 2026

Veröffentlicht am 13. September 2026

Martin Margiela und Alan Charlton. Kreise unter Hochspannung

Die Konrad Fischer Galerie zeigt Martin Margiela und Alan Charlton in einem Haus mit grünen Stahltreppen und Bewag-Warnschild. Am stärksten ist die Halle, in der runde Tafeln und Architektur zusammenfinden. Der Rest verteilt sich über Nebenräume, Büro und Treppenpodest.

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Christian Achenbach. Der Putz spielt mit

Christian Achenbach, „ECHOTROPIA“, Ausstellungsansicht in der Nave von St. Agnes, König Galerie, an der Stirnwand das breite Querformat mit pinkem Himmel. Foto: Florian Jäger, 12. September 2026

Veröffentlicht am 12. September 2026

Christian Achenbach. Der Putz spielt mit

Christian Achenbachs dicht konturierte Landschaften und Interieurs hängen bei der König Galerie im hohen Saal von St. Agnes vor grobem Putz. Der Saal macht die Bilder stärker. Am besten sind die Interieurs, in denen eine Vase und eine Orange Dinge bleiben, während ringsum alles zu Muster wird.

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Niu Lai in der Tennis Bar. Die Fensterleiste bleibt an

Das handgezeichnete Plakat zum Screening: zwei Rinder als Umrisse, „Watch Niu Lai at Tennis Bar“, 20h, FR€€. Plakat: @tennisbarberlin / @topdogbigboy

Veröffentlicht am 2. September 2026

Niu Lai in der Tennis Bar. Die Fensterleiste bleibt an

In der Tennis Bar in Neukölln läuft „Niu Lai“ als YouTube-Stream, mit Fensterleiste, chinesischer Vorführlizenz und falschem Bildformat. Für einen Film, den zwei Leute über fünf Jahre in einem Architekturprogramm gebaut haben, ist das die ehrlichste Form, und der Laden ist voll.

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Lina Lapelytė. 400.000 Würfel, nie fertig

Lina Lapelytė. We Make Years Out of Hours, Ausstellungsansicht Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart, Berlin, 2026 © Lina Lapelytė. VG Bild-Kunst, Bonn 2026. Foto: Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / Laura Fiorio

Veröffentlicht am 1. Mai 2026

Lina Lapelytė. 400.000 Würfel, nie fertig

Im Hamburger Bahnhof bauen Performende singend 400.000 Holzwürfel um. Lina Lapelytės CHANEL Commission ist eine kluge Antwort auf die riesige Halle, doch jeder Besuch sieht von der Arbeit nur einen Tageszustand.

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Close Enough & After Nature Prize. Nähe ist keine Entfernungsangabe

Das Amerika Haus in Berlin-Charlottenburg, seit 2014 Sitz von C/O Berlin. Foto: Raimond Spekking, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Veröffentlicht am 23. Januar 2026

Close Enough & After Nature Prize. Nähe ist keine Entfernungsangabe

Zum 25-jährigen Bestehen prüften bei C/O Berlin zwölf Magnum-Fotografinnen Robert Capas Satz vom Nahe-genug-Sein, mehrere als Frage, wer über ein Bild bestimmt. Die Preisträgerinnen des After Nature Prize fragten weiter, nach nichtmenschlicher Wahrnehmung.

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